Schach-Ereignisse in den letzten Monaten (in umgekehrter chronologischen Reihenfolge)

15.04.12 Ndb. MMS 9. Runde
Mit Derbysieg den Klassenerhalt geschafft
Niederbayernliga   FC Ergolding - SK Landshut2   6:2

Zum Saisonabschluss empfing in der 9. und letzten Runde der Niederbayernliga unsere Erste die bereits zum Abstieg verurteilte Zweite des SK Landshut im heimischen Bürgerhaus. Mit einem klaren 6:2 Erfolg wurden alle Zweifel am Klassenerhalt beseitigt. Die Mannschaft hat in der Schlusstabelle mit 9:9 Punkten ein ausgeglichenes Konto und belegt Platz 6 in der 10-er Liga. Dies ist ohne Zweifel als positiver Punkt zu werten, musste man doch im Laufe der Saison mehrmals stark ersatzgeschwächt antreten.
Im Vordergrund Brett 5 Johannes Oberpriller - Philipp SadloWaldemar GolderVladimir SiminKurz vor der spannenden Zeitnotphase: Tobias Schindlbeck - Andi StrangmüllerVier Siege und vier Punkteteilungen an diesem Tag können sich sehen lassen. Den ersten halben Zähler bei Tobias Denk (Brett 6) bei seiner Englischen Partie. Trotz Minusbauer nach der Eröffnung der Ergoldinger mit Vorteilen, sein Gegner mit Remis mehr als zufrieden. Klaus Kreuzer (2) war der nächste halbe Punktesammler. Ausgeglichene Stellung bei einem Sizilianer, keine Gewinnmöglichkeiten beiderseits. Den ersten Sieg meldete Paul Gehann (7) bei seinem Königsinder. Nach Bauern- und Figurengewinn warf sein Gegenüber das Handtuch. Erfolgreich auch der Einsatz von Anton Königl (8) beim Thema Italienisch. Infolge Bauern- und Qualigewinn war der Rest nur noch Routine. Klare Stellungsvorteile erarbeitete sich bei seinem Sizilianer Johannes Oberpriller (5). Vor Verlust eines zweiten Zentrumsbauern gab der Landshuter notgedrungen auf. Vladimir Simin (3) wurde als Nachziehender die Larsen-Eröffnung vorgesetzt. Trotz leicht aktiver postierter Figuren einigten sich beide Kontrahenten auf eine friedliche Punkteteilung. Die Englische Eröffnung von Waldemar Golder (4) kam seinem Brettnachbarn bis ins Endspiel spanisch vor, drei gewinnbringende Freibauern waren nicht zu stoppen. Als Letzter trudelte nach rund 5 1/2 Std. am Spitzenbrett Tobias Schindlbeck ins Ziel. Die Zeitnotschlacht in einem Damengambit brachte zwar Qualitätsvorteil, jedoch als Manko Doppelbauer gegen drei Bauern und das reichte nur zum Remis. Der von allen eingeplante Mannschaftssieg war nie in Gefahr, das Minimalziel Sicherung der Niederbayernliga konnte abgehakt werden. ak

04.+06.04.12 Vereinsmeisterschaft   Paarungslisten   Runde6 Runde7   Rangliste
Borys Bilyavskyy bleibt vor Ronny Rahman und Anton Königl
Gell da schaugst, soll wohl der Blick Martins sagen
Zwei Nachholbegegnungen:
6. Runde am 06.April: Martin Meier - Henrik Fesl 0:1, Skandinavisch, 32 Züge, 1:15 Std., Henrik verlor bei seiner Lieblingseröffnung im 18.Zug einen Bauern, den er jedoch zurückerobern hätte können, d.h. das Duell schaute remisig aus. Die 29. Notation brachte dann urplötzlich einen Harakiri-Zug von Martin, durch Damentausch stellte er glatt seinen angegriffenen Turm ein, somit voller Punktgewinn für den Nachziehenden. 7. Runde am 04.April: Paul Hofmann - Martin Meier 1:0, Spanier/Abtrausch-Variante, 28 Züge, 44 Min., Martin verlor bereits in der Eröffnung im 6. Zug einen Zentrumsbauern, in aller Ruhe konnte Paul seine Klötzchen aktiv aufstellen. Als im 28. Zug ein zweiter Bauer verloren ging, hatte Martin in aussichtsloser Stellung keine Chance mehr, daher rechtzeitige Aufgabe. Ein sicherer Punktgewinn von Paul ohne große Mühe. ak

24.03.12 17.Schnellschach Pokalturnier in Aham
Vladimir Simin wurde 14. und war bester Senior
1. H.P. Urankar, SC Unterhaching, 5,5 Punkte, 2. M. Christlmaier, SK Landau /Ding., 5,5, 3. R. Huch, TSV Trostberg, 5,5, 4. L. Bielmeier, SV Deggendorf, 5,5, 5. D. Thanner, SC Ortenburg, 5,5, 6. H. Schmaus, SK Landshut, 5,0, 7. FM R. Knechtel, SV Röhrnbach, 5,0, 9. Titelverteidiger U. Kleibel, SC Ortenburg, 5,0, 14. Vladimir Simin  (Startnummer 17), 4,5, Pokal bester Senior, 22. Anton Königl (30), 4,0, Pokal bester unter 1700 DWZ, 38. Borys Bilyavskyy (26), 3,0, 42. Günter Zorn (47), 2,5.

18.03.12 Ndb. MMS 8. Runde
Remis in Regen
Niederbayernliga   SC Bayerwald/Regen - FC Ergolding  4:4
Ein etwas merkwürdiges, aber wichtiges Remis mit nur sieben Mann! Wegen zwölf (!) Absagen konnte unsere Mannschaft nur mit 7 Mann anreisen. Den einzigen Sieg verbuchte an Brett 7 Ronny Rahman, Brett 8 musste kampflos abgegeben werden, die restlichen Partien endeten alle Remis.

18.-21.02.12 Ndb. Meisterschaften und Ndb. Senioren-Meisterschaften in Gerzen
Ergoldinger Erfolge bei den "Niederbayerischen"
Fünf Pokale für die Ergoldinger

Alle PokalgewinnerErstmals fanden die Niederbayerischen Meisterschaften in Gerzen statt. Mit Absicht wurde das Faschingswochenende gewählt. Sollten doch möglichst viele Faschingsmuffel den Weg ins Vilstal für diese jährliche Veranstaltung finden. In der Meisterklasse (26 Teilnehmer) spielten mit Waldemar Golder und Klaus Kreuzer immerhin zwei aus der Ergoldinger Ersten mit. Mit hervorragenden 4,5 Pkt. nach 7 Runden erzielte Waldemar mit Platz 5 eine Spitzenposition, erhielt als DWZ-Bester unter 1900 einen Pokal. Auch Klaus Kreuzer mit seinen 4 Pkt. und Platz 8 können sich sehen lassen, er hatte so nebenbei auch noch die Turnierleitung am Halse. Der spannende Zieleinlauf war äußerst knapp. Erster wurde Roland Knechtel (SV Röhrnbach), Platz 2 ging an Josef Schubert (SK Landshut) und Platz 3 an Steffen Woitylak (TV Geiselhöring), alle je 5,5 Pkt.
Bei den Senioren meldeten sich diesmal 10 Teilnehmer, hier war Ergolding mit 3 Spielern vertreten. Borys Bilyavskyy erzielte nach ebenfalls 7 Runden 5,5 Pkt. (+19 DWZ) und eroberte in der Endabrechnung den Vizetitel mit Pokal. Er blieb in beiden Turniersparten als Einziger ungeschlagen, verpasste dem Sieger K. Hähnlein (6 Punkte) die einzige Niederlage. Ein Remis in der letzten Runde kostete Borys den anvisierten Titel. Anton Königl konnte mit 5 Pkt. (+26 DWZ) und Stockerlplatz 3 mit Pokal ebenfalls zufrieden sein. Im Spitzenduell gegen Hähnlein in Runde 5 verpasste er in Zeitnot ein mögliches Remis, das hätte Borys zum Titel gereicht. Um die bestehenden Möglichkeiten weiter auszuloten, ein Sieg wiederum hätte für ihn die Meisterschaft bedeutet, doch Hähnlein vom SK Landau /Dingolfing schaffte mit Können und Glück den Titel-Hattrick. Günter Zorn 1 Pkt. (-25 DWZ) spielte wieder mal unter seinen Möglichkeiten, erst in der 7. und letzten Runde fuhr er seinen ersten Sieg ein. Einen weiteren Pokal konnte Ergolding als beste Mannschaft mit 15 Pkt. in der Besetzung Golder (4,5 Pkt.), Bilyavskyy (5,5) und Königl (5) in Empfang nehmen. ak

02.03.12 Vereinsmeisterschaft   Paarungslisten   Runde7   Rangliste
vorne Günter Zorn - Henrik Fesl, hinten Anton Kosinoga - Vladimir Simin, Anton Königl, der Turnierleiter, kiebitzt
Henrik Fesl - Günter Zorn 1/2, Damengambit, 44 Züge, knapp 2 Std. Henrik war nie in Gefahr, die Partie zu verlieren. Material und Stellung waren ausgeglichen, ein Gewinnversuch im Endspiel wäre zweischneidig gewesen, somit gerechte Punkteteilung. Anton Kosinoga - Vladimir Simin 1/2, Damengambit, 83 Züge, 4 Std.40 Min.! Vladimirs Angriffsversuche scheiterten bis ins Endspiel, keiner wollte sich mit Remis begnügen. Als Antons fast eingesperrter Springer sich befreien konnte, war die Partie trotz Zeitnot von Vladimir bei jeweils Springer mit drei Bauern nicht mehr zu gewinnen, somit ebenfalls ein halber Punkt für jeden. Anton Königl - Borys Bilyavskyy 1/2, Pirc-Ufimzew-Vert., 71 Züge + ca. 20 Züge Blitz, Weiß 2:27:50 Std. - Schwarz 2:29:47 Std., gute Stellung für Weiß mit Mehrbauer, der unbedingt gewinnen wollte/musste. Nach 42 Zügen war die Partie für Borys eigentlich entschieden, er hatte Turm, Springer und 4 Mehrbauern + Doppelbauer, Anton Turm, Läufer und nur einen Bauern. Kiebitz Kosinoga meinte, er hätte normal aufgegeben. Eine alte Weisheit sagt, aufgeben tut man Briefe, aber keine Schachpartie. So wie Borys vorher diverse Bauern klaute, konnte Anton im Endspiel die seinigen zurückkassieren. Am Ende blieben nur noch die blanken Könige, es war ein echtes und spannendes Kampfremis. Ronny Rahman - Dieter Wist 1/2, Holländisch, 58 Züge, 4:48 Std. Dieter`s Problem nach der Eröffnung war sein e-Bauer als Isolani, den er nach diversen Angriffszügen nicht halten konnte. Im 19. Zug Remisangebot von Dieter, das wurde aber in Überschätzung der Stellung von Ronny abgelehnt. Durch Figurenabtausch Rückgewinnung des Minusbauern, jetzt hatte Ronny einen Isolani bei jeweils Turm und 5 Bauern. Im spannenden Endspiel ein Plus an Routine auf Seiten des Schwarzen, doch der Weiße konnte nach ungenauem gegnerischem Spiel noch geschickt ins Remis entschlüpfen. Das Spitzenmatch Borys - Ronny steigt am Freitag, den 23.03. ak

25./26.02.12 Ndb. MMS 7. Runde
Die Erste wieder in der Erfolgsspur - Die Zweite verlor in der JVA
Niederbayernliga   FC Ergolding - TV Geiselhöring 5:3

Ein erhoffter aber nicht unbedingt erwarteter Befreiungsschlag gelang unserer Ersten am vergangenen Sonntag im heimischen Bürgerhaus. Mit einem diesmal fast komplett aufgestelltem Team wurden die Gäste vom TV Geiselhöring mit 5:3 wieder nach Hause geschickt. Mit jetzt 6:8 Punkten rangieren die Ergoldinger Denksportler in der 10-er Liga weiterhin auf Platz 7 der Tabelle, ein weiteres Kapitel zum Thema Klassenerhalt wurde nach spannenden und hart umkämpften Gefechten geschrieben.
Woitylak - GolderTobias Denk und Tobias Laimerlinks Tobias Schindlbeck und Klaus KreuzerDie erste von vier Punkteteilungen an diesem Tag meldete Klaus Kreuzer (Brett 2) bei seiner Englischen Partie nach knapp drei Stunden. Es folgte die einzige Ergoldinger Rundenniederlage von Vladimir Simin (3). Sein ihm vorgesetztes Damenbauernspiel kostete zu viel Bedenkzeit und nach Quali- und Figurenverlust im Endspiel leider den ganzen Punkt. Bei den nächsten drei Partien von Tobias Denk (5) /Königs-Indisch, Paul Gehann (7) /Englisch und Borys Bilyavskyy (8) /Damengambit wurden trotz heftigen Gefechtslärms die Friedenspfeife geraucht, keiner konnte Gewinnversuche erfolgreich abschließen. Somit ein enttäuschender Zwischenstand von 3:2 für Geiselhöring. Was dann folgte, war ein unglaublicher nicht mehr für möglich gehaltener siegreicher Endspurt zu Gunsten der Ergoldinger Seite. Den Anfang machte Tobias Laimer (6), als 14-jähriger der Jüngste im Team. Der gewählte Sizilianer /Drachen seines Widersachers verzettelte sich im Mittelspiel, ein wohldurchdachter Königsangriff mit klaren Stellungsvorteilen brachte vollen Punktgewinn und den Ausgleich für seine Mannschaft. Tobias Schindlbeck am Spitzenbrett fand als Nachziehender beim Damengambit die richtigen wirksamen Gegenmittel, im Endspiel musste sein Gegner zu seinem Leidwesen die weiße Fahne hissen. Beim Duell von Waldemar Golder (4) gegen seinen ehemaligen Vereinskollegen Steffen Woitylak, auch hier ein Sizilianer /Drachen, stand das Endergebnis lange auf des Messers Schneide. Spektakuläre Züge mit Figurengewinn und Mattdrohung brachten wie ein Blitz aus heiterem Himmel letztendlich den Sieg und ein wichtiges 5:3 für die Ergoldinger Habenseite. ak  
Bilder folgen...
Bezirksliga-West   JVA Straubing - FC Ergolding2 5:3
Unsere Zweite musste in der BZL-West in der siebten und letzten Runde ersatzgeschwächt und mit nur sieben Spielern bei der JVA in Straubing antreten und verlor nach unglücklichem Verlauf mit 3:5. Sie belegt mit 6:8 Pkt. Platz 6 der Schlusstabelle. Analysen ergaben, dass alle 3 Verlustpartien kurioserweise leicht zu gewinnen waren. Aber das wäre leider nur nach Konjunktiv für das Team Stockerlplatz 3 gewesen!
Günter G. - Paul Hofmann (Brett 2) 1/2, 43 Züge, Damen-Indisch. Gerechte Punkteteilung, Material und Stellung bei dieser Partieanlage jeweils im Gleichgewicht. Wolfgang G. - Dominik Holzner (4) 0:1, 30 Züge, Geschlossener Sizilianer. Dominik eroberte einen gesunden Mehrbauern, dieser Vorteil brachte schließlich eine nicht zu parierende Mattdrohung. Martin Meier (7) - Sergej C. 0:1, 60 Züge, Königs-Indisch. Martin hatte zwei Minusbauer, sein Gegner stellte im 47. Zug einzügig seinen Turm ein, aber das Geschenk wurde großzügig übersehen. Statt eines mühelosen Sieges später dann Verlust durch einen feindlichen Freibauern! Anton Königl (1) - Jürgen H. 0:1, 46 Züge, Französisch. Der bis dato verlustpunktfreie Straubinger war nach Läuferopfer für mögliche drei Zentrumsbauern und verhinderter Rochade klar auf der Verliererstraße. Durch falschen Bauerntausch und Preisgabe des vorgerückten e-Bauern ohne Not kippte die Partie leider zu seinen Gunsten, es war ärgerlich und unnötig wie ein Kropf. Karlheinz G. - Günter Zorn (6) 1:0, 64 Züge, Barza-System. Trotz zwei Minusbauern stand Günter's Gegner verlustig, ein simpler Springerzug im Endspiel hätte den sofortigen Gewinn gebracht. So ließ er sich noch die Butter vom Brot nehmen und verlor die Partie und den ganzen Punkt. Helmut Gmeinwieser (5) - Firat H. 1:0, 53 Züge, Pirc-Ufimzev. Sicherer Punktgewinn nach zähem hin und her für Helmut. Grundlage für den Erfolg war Bauern- und Qualitätsgewinn im Mittelspiel, der Rest wurde souverän nach Hause geschaukelt. Dr. Franz Josef Klinkenberg (3) - Marcel K. 1/2, 45 Züge, Caro-Kann. Hier wurde im Endspiel beiderseits die Friedenspfeife geraucht, nachdem sich keine Seite Gewinnvorteile erarbeiten konnte. Fazit: bei mehr Cleverness auf Ergoldinger Seite wäre ein lockeres 6:2 notiert worden und das mit nur sieben Spielern! ak